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21.08.2011    Zweimal Podium für Timo Bernhard bei der Deutschland Rallye

Bei den Läufen 5 und 6 zur Deutschen Rallye Meisterschaft im Rahmen des Rallye Weltmeisterschaft Laufes mit Start und Ziel in Trier, erlebte Timo Bernhard ein ereignisreiches Wochenende. In seinem vom Rallye Team 75 vorbereiteten Porsche 911 GT3 Cup belegte Bernhard zusammen mit seinem Beifahrer Klaus Wicha am Freitag auf der ersten Etappe der Deutschland Rallye, die als 5. Lauf zur Deutschen Meisterschaft gewertet wurde, Gesamtrang 3. Auf den 6 teils sehr engen Wertungsprüfungen, die in den Weinbergen im Raum Mosel gefahren wurden, gelangen ihm Zeiten die oft nahe der Spitze lagen. "Wir sind glücklich über unseren 3. Platz. Nachdem wir gleich zu Beginn des Tages einen Reifenschaden zu beklagen hatten verlief der restliche Tag völlig problemlos."

Am Samstag, dem 6. Meisterschaftslauf, überzeugten Bernhard / Wicha dann von Beginn an. Trotzdem summierte sich ihr Rückstand auf die Spitze bis Wertungsprüfung 5 auf 1:12,5 Minuten. Doch auf den letzten 3 WPs ließ Bernhard den vom Porsche Zentrum Mannheim eingetzten GT3 Cup förmlich über die sehr selektiven Strecken fliegen und beendete diese allesamt als Gesamtschnellster! Zu was Bernhard in seinem soundgewaltigen Porsche zu leisten im Stande ist, bewieß er besonders auf der "Königsprüfung" der gesamten Meisterschaft, der berüchtigten Panzerplatte auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder. Auf der über 34 Km langen letzten WP des Tages nahm er dem bis dahin zweitplatzierten Sandro Wallenwein knapp eine Minute und dem zu diesem Zeitpunkt führenden Hermann Gassner 30 Sekunden ab. Damit beendete das Duo Bernhard / Wicha die Rallye mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden auf Platz 1. Doch als im Servicepark beim Team schon die Sektkorken knallten, machte die Nachricht über eine 120 Sekunden Zeitstrafe die Runde. Als Timo Bernhard das Auto im Parc Fermé abstellte wurde er darüber informiert auf WP 2 und danach an gleicher Stelle auf WP 6 an einer Spitzkehre zu weit innen gefahren zu sein und somit unerlaubt abgekürzt zu haben. "Nachdem wir uns schon über den Sieg gefreut haben kam die Nachricht über diese Strafe völlig unerwartet. Doch damit müssen wir uns letztlich abfinden. Wir haben alles gegeben, speziell bei der Aufholjagd auf den letzten Prüfungen waren wir am absoluten Limit unterwegs. Trotz der Rückstufung auf den 3. Rang fühlen wir uns irgendwie doch als moralischer Sieger. Danke an unser Rallye Team 75, das unter der Leitung von meinem Vater Rüdiger erneut einen super Job abgeliefert hat." Sieger wurde dadurch, wie bereits am Samstag, Hermann Gassner. Auf Platz 2 landete Sandro Wallenwein, der damit vorzeitig die Deutsche Rallye Meisterschaft für sich entschieden hat.

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