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15.11.2014    Zum ersten Mal Podiumsplatzierungen für beide Porsche 919 Hybrid

Zum ersten Mal durften beide Fahrerbesatzungen des Porsche 919 Hybrid an der Siegerehrung teilnehmen: Romain Dumas (Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb (Ludwigsburg) belegten im siebten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in Bahrain den zweiten Platz. Direkt hinter ihnen kam das Schwesterauto ins Ziel: Das Trio Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau), Brendon Hartley (Neuseeland) und Mark Webber (Australien) beendete das Sechsstundenrennen auf Platz drei. Es sind die Podestplätze vier und fünf in der Debütsaison des Porsche 919 Hybrid. Packende Positionskämpfe zu Beginn und spannende Strategieschachzüge am Ende des Rennens zeichneten den vorletzten WM-Lauf ebenso aus wie hohe Temperaturen über 30 Grad Celsius.

So lief das Rennen für die Startnummer 20:

Brendon Hartley ging von Platz drei ins Rennen und verbesserte sich kurzfristig auf Position zwei, bevor er hinter die beiden Toyota auf Platz vier zurückfiel. Rasch stellten sich Probleme mit zu hohen Bremstemperaturen ein. Nach 17 Runden nutzte er die Gelbphase zum Tankstopp und Reifenwechsel, danach war er Fünfter. Als er nach 48 Runden an Timo Bernhard übergab, lag der Porsche 919 mit der Nummer 20 an dritter Position. Bernhard kam in Runde 79 und 110 jeweils als Führender an die Box, profitierte dabei aber von den Stopps anderer Autos. Beim zweiten Tankhalt mit Reifenwechsel übergab er das Auto an Mark Webber. Der Australier tankte nach 141 von 195 Runden und holte sich dabei zum letzten Mal frische Pneus – Team und Fahrer hatten vor dem letzten Routinehalt in Runde 169 entschieden, das Rennen mit dem gleichen Satz Pneus zu beenden, um Standzeit beim Boxenstopp zu sparen.

„Zwei problemlose Stints ohne jeden Zwischenfall – für mich lief es tadellos,“ sagte Timo nach dem Rennen. „Auch wenn es nicht ganz einfach war, das Auto in der Balance zu halten. Schon zu Beginn des Rennens sah es für uns ganz gut aus. Wir haben in der Gelbphase zu Rennbeginn gestoppt. Im dichten Verkehr auf der Strecke mussten wir sehr besonnen sein, aber das hat prima funktioniert. Mit dem Doppelpodium haben wir unser nächstes Ziel erreicht. Ich bin zufrieden.“

Sechsstundenrennen von Sakhir (Bahrain), Rennergebnis:
1. Wurz/Sarrazin/Conway (A/F/GB), Toyota TS040 Hybrid, 195 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, – 50,460 s 
3. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 919 Hybrid, – 57,268 s
4. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runde
5. Di Grassi/Duval/Kristensen (BRA/F/DK), Audi R18 e-tron quattro, – 2 Runden
6. Kraihammer/Belicchi/Leimer (A/I/CH), Rebellion R-One-Toyota, – 7 Runden


FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, Stand nach 7 von 8 Läufen, Fahrer:
1. Davidson/Buemi (GB/CH), Toyota, 148 (Weltmeister)
2. Lotterer/Tréluyer/Fässler (D/F/CH), Audi, 117
3. Wurz/Sarrazin (A/F), Toyota, 104
4. Di Grassi/Kristensen (BRA/DK), Audi, 102
5. Lapierre (F), Toyota, 96
6. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche, 92
7. Nakajima (J), Toyota, 71
8. Duval (F), Audi, 66
9. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche, 63,5
10. Prost/Heidfeld/Beche (F/D/CH), Rebellion, 60,5

Hersteller:
1. Toyota, 259 
2. Audi, 219
3. Porsche, 167


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