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26.05.2008    Timo Bernhard und das Porsche - Team Manthey Racing schaffen den Hattrick beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Mit einem Dreifachsieg für Porsche endete das 24-Stunden-Rennen auf  
dem Nürburgring. Im Porsche GT3 RSR des Teams Manthey Racing spulten  
die Werksfahrer Timo Bernhard (Homburg/Saar), Romain Dumas  
(Frankreich), Marc Lieb (Ludwigsburg) sowie Manthey-Pilot Marcel  
Tiemann (Monaco) vor 220.000 Zuschauern eine fehlerlose Runde nach der  
anderen ab und ließen so 215 Konkurrenten hinter sich. Im Ziel hatten  
sie eine Runde Vorsprung vor dem zweitplatzierten GT3-MR des Teams  
Manthey Racing, der von Armin Hahne (Monaco), Christian Haarmann  
(Aachen), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Pierre Kaffer (Salenstein)  
pilotiert wurde. Auf Platz drei landete der Porsche 911 GT3 von Klaus  
Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Dr. Edgar Althoff (Viersen)  
und Kenneth Heyer (Wegberg).

Zu Beginn des Rennens sah es zunächst nicht nach einem weiteren Sieg  
des Manthey-Porsche mit Startnummer eins aus. Bereits wenige Meter  
nach dem Start verlor der Trainingsschnellste Marc Lieb im Heckbereich  
Wasser. Der Verschluss eines Verbindungsstücks im Kühlwasserkreislauf  
des Motors hatte sich gelöst. Durch die notwendige Reparatur büßte das  
Team 16 Minuten ein. "Es war mental sehr anstrengend, diesen  
gewaltigen Rückstand aufholen zu müssen. Deshalb ist dieser Sieg für  
mich der größte Moment in meiner Karriere", jubelte Marc Lieb. "Die  
ersten zwölf Stunden sind wir alle mit dem Messer zwischen den Zähnen  
gefahren und haben vor allem in der Nacht auf nasser Straße pro Runde  
bis zu 40 Sekunden auf die Spitze gut gemacht", bestätigte Romain  
Dumas, der in seinem zweiten Einsatz beim Eifel-Marathon zu seinem  
zweiten Gesamtsieg fuhr.

Bernhard und Tiemann standen bereits zum dritten Mal in Folge ganz  
oben auf dem Podium. "Nach dem Gesamtsieg bei den 12 Stunden Sebring  
nun auch noch den Hattrick auf dem Nürburgring geschafft zu haben ist  
der absolute Wahnsinn und bedeutet mir unglaublich viel", freute sich  
Timo Bernhard. "Auch wenn es in der zweiten Rennhälfte für viele nicht  
so aussah - dieser Sieg war bisher mein am härtesten erkämpfter",  
ergänzte Marcel Tiemann.

Erst in der Endphase verordnete Teamchef Olaf Manthey seinen Fahrern  
ein materialschonendes Tempo. Der Vorsprung von über drei Runden auf  
die Teamkollegen im zweitplatzierten Porsche ließ sogar noch Zeit, um  
45 Minuten vor Rennende Getriebeöl nachzufüllen und in Ruhe die  
meisten Komponenten am Fahrzeug noch einmal zu überprüfen. Romain  
Dumas steuerte das Auto dann über die Ziellinie. "Dieser Hattrick ist  
die Krönung meiner Karriere als Teamchef", sagte Olaf Manthey mit  
Tränen in den Augen und löste seelenruhig seinen Wetteinsatz ein: Sein  
berüchtigter Zwirbelbart viel der Schere zum Opfer, weil sein Auto zum  
dritten Mal in Folge die Nase vorne hatte.

Gesamtergebnis 24-Stunden-Rennen Nürburgring

1. Bernhard/Dumas/Lieb/Tiemann, Porsche 911 GT3 RSR, 148 Runden
2. Hahne/Haarmann/Krumbach/Kaffer, Porsche 911 GT3-MR, 147 Runden
3. Schmitz/Abbelen/Dr. Althoff/Heyer, Porsche 911 GT3, 145 Runden
4. Hartung/Neuberger/Engstler, BMW Z4 M, 144 Runden
5. Kräling/Gindorf/Scharmach/Ragginger, Porsche 911 GT3 Cup, 144 Runden
6. Scheid/Kainz/Teichmann/Klasen, BMW M3 GTS, 143 Runden
7. Schmidt-Staade/Müller/Riemer/Scholze, Porsche 911 GT3 Cup, 141 Runden
8. Lambrecht/Helmroulle/Arnold, Porsche 911 GT3, 141 Runden
9. Peters/Karlsson/Plesse/Kohler, Porsche 911 GT3 Cup, 140 Runden
10. Matveev/Gorban/Gryazin/Tsarev, Porsche 911 GT3 Cup, 139 Runden

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