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30.06.2009    Timo Bernhard startet beim 7. Lauf der Grand-Am Series in Daytona, USA

Mit einem Rennsportfestival und dem traditionellen Feuerwerk feiert  
der Daytona International Speedway den amerikanischen Nationalfeiertag  
am 4. Juli. Die 250.000 Fans, die am Independence Day in der riesigen  
Motorsportarena in Florida erwartet werden, erleben gleich zwei  
Höhepunkte - das Coke Zero 400, ein Rennen der NASCAR Sprint Cup  
Series, und das Brumos Porsche 250, mit dem die Grand-Am Series in  
ihre zweite Saisonhälfte startet.

Die Chancen von Porsche, auch das zweite Grand-Am-Rennen des Jahres  
auf dem 5,73 Kilometer langen Speedway an der Ostküste des Sunshine  
State zu gewinnen, sind durch eine erneute Reglementänderung vor  
wenigen Tagen wieder leicht gestiegen. Nachdem die Motordrehzahl des  
Porsche Riley nach dem erfolgreichen Saisonstart um 300 U/min  
reduziert worden war, konnte der Porsche-Motor sein eigentliches  
Potenzial in den folgenden Rennen nicht ausspielen. Doch jetzt wurde  
Porsche wieder eine Höchstdrehzahl von 9.200 U/min für den 520 PS  
leistenden Boxermotor erlaubt.

"Damit sind wir wieder auf dem Stand, auf dem die Porsche-Motoren im  
Januar waren", so Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. Für die  
insgesamt drei Reglementänderungen, mit denen die Porsche Riley  
zwischen den Rennen in Daytona und Watkins Glen eingebremst wurden,  
hat er kein Verständnis: "Vor allem die Umstellung von Sechsgang- auf  
Fünfgang-Getriebe und wieder zurück war ein schwer nachvollziehbarer  
Zick-Zack-Kurs der Reglementmacher. Für unsere Teams Brumos und Penske  
bedeutete dies eine erhebliche Erschwernis, in der Saison fokussiert  
und geradlinig an der Performance der Fahrzeuge zu arbeiten."

Trotzdem holten die Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Homburg/Saar)  
und Romain Dumas (Frankreich) mit Penske Racing regelmäßig gute  
Platzierungen, schafften es in Millville und Watkins Glen als Dritte  
sogar aufs Podium. Selbst ihre Titelchancen sind noch vorhanden: In  
der Meisterschaft liegen sie nur 13 Punkte hinter den Spitzenreitern.  
Wenn man bedenkt, dass es für einen Sieg 35 Punkte gibt, ist das, so  
Hartmut Kristen, "durchaus noch ein Abstand, der Spannung verspricht."

In Daytona gehen Timo Bernhard und Romain Dumas wieder mit dem von  
Penske Racing eingesetzten Porsche Riley mit der Startnummer 12 ins  
Rennen.

Das Rennen in Daytona startet am Samstag, 4. Juli, um 14.00 Uhr  
Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) und geht über 250 Meilen.

Das ist die Grand-Am Series

In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen  
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind  
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz  
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona  
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,  
werden aber getrennt gewertet.

Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern  
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen  
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren  
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind  
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am  
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen  
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.

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