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12.05.2009    Timo Bernhard startet beim 4. Lauf der Grand-Am Series in Laguna Seca, USA

Die Grand-Am Series wechselt die Seiten: Nach dem Ostküsten-Rennen in  
Millville/New Jersey machten sich die Trucks der Teams auf den weiten  
Weg quer durch die Vereinigten Staaten an die Westküste, wo am Sonntag  
im kalifornischen Laguna Seca das vierte Saisonrennen ausgetragen wird.

"Endlich wieder eine Rennstrecke, die wir gut kennen", sagt  
Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Homburg/Saar) über den 3,601  
Kilometer langen Kurs in den Dünen von Monterey, der mit seiner  
legendären Corkscrew-Kurve als einer der interessantesten und  
abwechslungsreichsten in den USA gilt. Zusammen mit Romain Dumas  
(Frankreich) geht er in einem von Penske Racing eingesetzten Porsche  
Riley mit der Startnummer 12 ins Rennen. Mit dem 510 PS starken  
Daytona-Prototyp schafften sie zuletzt beim Regenrennen in Millville,  
wo sie von der Pole-Position gestartet waren, als Dritte erstmals in  
dieser Saison den Sprung aufs Siegerpodest.

Die Änderungen im technischen Reglement, mit denen der Porsche Riley  
nach dem Triumph bei den 24 Stunden von Daytona eingebremst worden  
war, wurden von den Grand-Am-Verantwortlichen teilweise  
zurückgenommen. So darf der Daytona-Prototyp in Laguna Seca wieder mit  
einem Sechsgang-Getriebe fahren. Im Gegenzug wurde allerdings die  
maximale Motordrehzahl erneut reduziert - diesmal von 9000 auf 8900  
U/min. "Das macht es jetzt nicht auf einen Schlag leichter für uns",  
so Timo Bernhard. "Es hilft uns natürlich, dass wir wieder einen  
sechsten Gang zur Verfügung haben, doch die geringere Motordrehzahl  
tut uns schon weh. Irgendwie neutralisiert sich das alles, bringt also  
keine wirkliche Verbesserung für uns."

Das Rennen in Laguna Seca startet am Sonntag, 17. Mai, um 13.00 Uhr  
Ortszeit (22 Uhr MESZ) und geht über 250 Meilen.

Das ist die Grand-Am Series

In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen  
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind  
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz  
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona  
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,  
werden aber getrennt gewertet.

Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern  
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen  
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren  
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind  
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am  
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen  
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.

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