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22.06.2010    Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard holt Motorsport "Grand Slam"

Als erstem Rennfahrer überhaupt ist es Porsche-Werksfahrer Timo  
Bernhard (Homburg/Saar) gelungen, die vier großen  
Langstrecken-Klassiker zu gewinnen und damit den Motorsport Grand Slam  
zu holen: Bernhard siegte für Porsche 2003 bei den 24 Stunden Daytona,  
in den Jahren 2006 bis 2009 vier Mal in Folge beim 24-Stunden-Rennen  
Nürburgring, 2008 bei den 12 Stunden von Sebring und am Wochenende in  
einem Audi bei den 24 Stunden von Le Mans. Timo Bernhard begann seine  
Karriere als Profi-Rennfahrer 1999 im Porsche-Junior-Team und gehört  
seit 2002 zum Werksfahrer-Kader von Porsche.

"Schon als Kind habe ich davon geträumt, irgendwann einmal die  
Gesamtsieger-Pokale aller vier großen Langstrecken-Klassiker in meiner  
Vitrine zu haben", erzählt Bernhard. "Dieser Traum ist nun mit dem  
Gesamtsieg in Le Mans in Erfüllung gegangen." Zusammen mit  
Porsche-Werksfahrer Romain Dumas (Frankreich) und dem ehemaligen  
Porsche-Werksfahrer und aktuellen Audi-Piloten Mike Rockenfeller  
(Neuwied) setzte sich Bernhard souverän gegen alle Konkurrenten durch  
und hatte bei seiner Zieldurchfahrt eine Runde Vorsprung auf den  
Zweitplatzierten.

Seinen ersten historischen Erfolg feierte Bernhard bereits in seinem  
zweiten Jahr als Porsche-Werksfahrer. In einem Porsche 911 GT3 RS  
gelang ihm 2003 die Sensation bei den 24 Stunden von Daytona im  
US-Bundesstaat Florida. Er ließ sogar die favorisierten  
Daytona-Prototypen hinter sich und siegte zusammen mit  
Werksfahrer-Kollege Jörg Bergmeister und den beiden Amerikanern Kevin  
Buckler und Michael Schrom. Im Ziel hatte das Fahrerquartett neun  
Runden Vorsprung auf den Zweitplatzierten herausgefahren.

In den kommenden Jahren entwickelte sich Timo Bernhard zu einem echten  
Langstrecken-Spezialisten, dem stets der optimale Kompromiss aus  
schnellen Rundenzeiten und materialschonender Fahrweise gelang. Auch  
die Präzision am Lenkrad wurde zu Bernhards Markenzeichen: Kaum ein  
Weltklassepilot weist ? selbst unter höchstem Druck ? eine ähnlich  
geringe Fehlerquote auf wie der junge Mann der Saarpfalz.  
Eigenschaften, die man vor allem auch beim 24-Stunden-Rennen auf der  
Nürburgring Nordschleife braucht.

Im Porsche 911 GT3 des Teams Manthey Racing gelingt ihm der erste Sieg  
beim größten deutschen Autorennen, das seit 1970 ausgetragen wird.  
2007 fuhr Timo Bernhard im Porsche 911 GT3 RSR erneut allen davon und  
gewann erstmals ein 24-Stunden-Rennen an der Seite von Romain Dumas.  
Seither bestreitet das deutsch-französische Duo alle  
Langstreckenrennen gemeinsam. Auch 2008 und 2009 setzen sich Bernhard  
und Dumas ? wie bereits 2007 ? zusammen mit Porsche-Werksfahrer Marc  
Lieb (Ludwigsburg) und Manthey-Pilot Marcel Tiemann (Monaco) gegen  
starke Konkurrenz durch.

Beim Gesamtsieg bei den 12 Stunden von Sebring im Jahr 2008 werden  
Erinnerung an den großen Coup bei den 24 Stunden von Daytona wach.  
Erneut besiegt Bernhard ? dieses Mal mit den Porsche-Werksfahrern  
Romain Dumas und Emmanuel Collard (Frankreich) ? alle Konkurrenten in  
den mehr als 200 PS stärkeren LMP1-Prototypen und sorgt am Steuer des  
Porsche RS Spyder der leistungsschwächeren LMP2-Klasse für eine  
Sensation. Porsches erster Gesamtsieg in Sebring nach 20 Jahren.

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