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16.10.2016    Porsche 919 Hybrid baut in Japan die Führung in der Herstellerwertung aus

Nach einem vor allem im letzten Drittel extrem spannenden Sechsstundenrennen auf dem Fuji International Speedway kam Porsche mit den beiden 919 auf den Plätzen drei und fünf ins Ziel. Damit verteidigte das Porsche Team beim siebten von neun Läufen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC die Tabellenführung in der Hersteller- und in der Fahrerwertung. Toyota feierte in Japan nach 244 Runden einen Heimsieg. Das Ziel erreichten alle drei Hersteller in der Topkategorie LMP1 innerhalb von 18 Sekunden. 

Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber hatten über geraume Zeit Siegchancen und wurden letztlich Dritte. Die Titelverteidiger waren am Sonntag von Platz zwei gestartet. Die diesjährigen Le-Mans-Sieger und aktuellen Tabellenführer Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb – von der sechsten Position ins Rennen gegangen – kämpften zeitweise mit der Fahrzeugbalance und wurden Fünfte. Weil ihre engsten Rivalen um die Fahrerweltmeisterschaft mehr Punkte holten, reduziert sich ihr Vorsprung in der Tabelle auf 23 Punkte. 

In der Herstellerwertung hingegen konnte Porsche (263 Punkte) den Vorsprung auf Audi (204) bei noch zwei ausstehenden Sechsstundenrennen sogar weiter ausbauen. Toyota folgt mit 174 Zählern.

Das Rennen am Fuße des Mount Fuji fand bei konstant trockener Witterung und Temperaturen um 20 Grad Celsius statt.

„Ich war als Zweiter im Auto, der Stint verlief reibungslos,“ sagte Timo. „Bei meinem zweiten Einsatz hatte ich einen heißen und sehr fairen Kampf mit Stéphane Sarrazin im Toyota. Ich konnte ihn zwei Mal überholen. Beim ersten Mal gelang ihm noch ein Konter, dann war ich vorbei. Ich habe sogar zum führenden Audi aufgeschlossen, doch dann musste ich einem LMP2 ausweichen und sammelte neben der Ideallinie viel Reifenabrieb auf. Das ist normales Langstrecken-Business, aber hier in Fuji sind immer besonders viele Gummimurmeln auf der Strecke. Danach musste ich die Reifen erst wieder sauber fahren, darum wuchs der Abstand wieder an. Wir sind heute alle drei ein sehr gutes Rennen gefahren, an der Spitze ging es eng zu. Fuji 2016 war großartige Werbung für den Langstreckensport.“

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