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07.06.2009    Podium für Timo Bernhard beim 5. Lauf der Grand-Am Series in Watkins Glen/USA

Beim Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen, einem der Klassiker der  
Grand-Am Series in den USA, fuhren die Porsche-Piloten wieder in der  
Erfolgsspur. Timo Bernhard (Homburg/Saar) und Romain Dumas  
(Frankreich) holten sich mit dem 510 PS starken Porsche Riley von  
Penske Racing als Dritte ihren zweiten Podiumplatz in dieser Saison  
und machten damit in der Gesamtwertung weiter Boden gut.

Das spannende Rennen auf dem Watkins Glen International im  
US-Bundesstaat New York, einem der traditionsreichsten Raceways der  
Vereinigten Staaten, war geprägt von harten Positionskämpfen und  
zahlreichen Führungswechseln. Die Strategen von Penske Racing  
überraschten die Konkurrenz gleich in der Anfangsphase, als sie Timo  
Bernhard bereits in der achten Runde zum Plichtboxenstopp  
hereinholten. Diese Taktik machte sich bezahlt - in der 26. Runde ging  
der Porsche Riley mit der Startnummer 12 erstmals in Führung.

In den Siebzigern war übrigens auch Roger Penske mit dem legendären  
Porsche 917 in Watkins Glen erfolgreich. Seine Fahrer Timo Bernhard  
und Romain Dumas waren auf einem guten Weg, in die Fußstapfen ihres  
Teamchefs zu treten. Doch es hat, nicht zuletzt wegen der per  
Reglement reduzierten Motordrehzahl des Porsche Riley, nicht ganz  
gereicht. Am Ende fehlten trotz dieses Handikaps aber nur eineinhalb  
Sekunden zum ersten Grand-Am Sieg.

"Wir haben vom Start bis ins Ziel alles gegeben. Es war ein sehr  
hartes und sehr faires Rennen mit starken Konkurrenten und hat richtig  
Spaß gemacht. Ich freue mich, wieder auf dem Podium zu stehen, mehr  
war nicht möglich", sagte Timo Bernhard, der vom fünften Startplatz  
ins Rennen gegangen war. Romain Dumas ergänzte: "Wir waren nahe dran,  
aber es reicht einfach noch nicht zum Sieg. Dabei versuchen wir  
zusammen mit Porsche und dem Team alles, um auch noch den letzten  
Schritt zu schaffen. Doch auf den Geraden können wir nicht überholen,  
da tut uns die Drehzahlbegrenzung ganz besonders weh. Unser Vorteil  
war auch heute wieder eine gute Strategie und eine großartige Crew,  
die uns das bestmögliche Auto zur Verfügung stellt und hart dafür  
arbeitet, es von Rennen zu Rennen noch besser zu machen."

Der 6. Lauf der Grand-Am Series findet am 20. Juni in Mid-Ohio im  
US-Bundesstaat Ohio statt.

Statistik: 5. von 12 Rennen der Grand-Am Series in Watkins Glen, NY

Rennergebnis
1. Pruett/Rojas (USA/MEX), Lexus Riley (DP), 188 Runden
2. Angelelli/Frisselle (MC/USA), Ford Dallara (DP), 188
3. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche Riley (DP), 188
4. Pew/Valiante (USA/CAN), Ford Riley (DP), 188
5. Negri/Patterson (USA/USA), Ford Riley (DP), 188
6. Barbosa/France/Haywood/Borcheller (P/USA/USA/USA), Porsche Riley (DP), 188
7. Bouchut/Tucker (F/USA), BMW Riley (DP), 186
8. Manning/Lester (USA/USA), BMW Riley (DP), 186

Punktestände
Fahrer Klasse DP
1. Brian Frisselle, Max Angelelli, Ford, 140 Punkte
Scott Pruett, Memo Rojas, Lexus, 140
2. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 134
Alex Gurney, Jon Fogarty, Pontiac, 134
3. David Donohue, Darren Law, Porsche, 127

Das ist die Grand American Sports Car Series

In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen  
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind  
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz  
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona  
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,  
werden aber getrennt gewertet.

Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern  
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen  
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren  
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind  
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am  
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen  
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.

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