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18.05.2009    Platz 6 für Timo Bernhard beim 4. Lauf der Grand-Am Series in Laguna Seca, USA

Mit dem 510 PS starken Porsche Riley von Penske Racing halten Timo  
Bernhard (Homburg/Saar) und Romain Dumas (Frankreich) in der  
Gesamtwertung der Grand-Am Series in den USA den Anschluss an die  
Spitze. Beim vierten Saisonrennen in Laguna Seca/Kalifornien fehlten  
den Porsche-Werksfahrern nur fünf Sekunden zum zweiten Podiumsplatz in  
dieser Saison. Nach einer Stop-and-Go-Strafe, die Timo Bernhard wegen  
eines angeblichen Frühstarts nach einer Safety-Car-Phase kassierte,  
kamen sie auf dem sechsten Platz ins Ziel.

"Beim Re-Start habe ich beschleunigt wie die anderen auch, als mein  
Vordermann plötzlich bremste", berichtete Timo Bernhard. "Ich hatte  
Angst, dass ich getroffen werde, wenn ich ebenfalls bremse und zog  
deshalb nach links. Dafür wurde ich bestraft, die anderen nicht.  
Nachher machte ich zwar noch zwei Positionen gut, wurde dann aber auch  
noch von einem Konkurrenten geblockt."

Romain Dumas startete mit dem Porsche Riley aus der dritten Reihe.  
Durch einen Boxenstopp kurz vor der ersten Safety-Car-Phase fiel er  
zwar etwas zurück, konnte die verlorene Zeit aber schnell wieder  
aufholen. In der 27. Runde war er bereits Zweiter. Als der  
Spitzenreiter in der 61. Runde an die Box musste, übernahm er sogar  
die Führung - allerdings nur für eine Runde. Dann ging auch er an die  
Box und übergab das Auto an Timo Bernhard.

"Ich hatte einen guten ersten Stint", sagte Romain Dumas. Doch die  
erneute Reglementsänderung, die für die Porsche Riley eine weitere  
Reduzierung der Maximaldrehzahl auf jetzt 8900 U/min vorschreibt,  
blieb auf dem anspruchsvollen Dünenkurs in der Nähe von Monterey nicht  
ohne Auswirkungen: "Auf den Geraden haben wir viel verloren. Die  
geringere Motordrehzahl schadet uns mehr, als uns der sechste Gang  
hilft, den wir zurückbekommen haben. Als ich das Auto an Timo übergab,  
hofften wir trotzdem noch mindestens auf einen Podiumsplatz. Doch die  
Strafe hat diese Hoffnung zerstört."

Der 5. Lauf der Grand-Am Series findet am 6. Juni in Watkins Glen im  
US-Bundesstaat New York statt.

Statistik: 4. von 12 Rennen der Grand-Am Series in Laguna Seca, CA

Rennergebnis
1. Gurney/Fogarty (USA/USA), Pontiac Riley (DP), 106 Runden
2. Pruett/Rojas (USA/MEX), Lexus Riley (DP), 106
3. Angelelli/Frisselle (MC/USA), Ford Dallara (DP), 106
4. Wilkins/Frisselle (USA/USA), Ford Riley (DP), 106
5. Negri/Patterson (USA/USA), Ford Riley (DP), 106
6. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche Riley (DP), 106
7. Pew/Valiante (USA/CAN), Ford Riley (DP), 106
8. Donohue/Law (USA/USA), Porsche Riley (DP), 106

Punktestände
Fahrer Klasse DP
1. Alex Gurney, Jon Fogarty, Pontiac, 119 Punkte
2. David Donohue, Darren Law, Porsche, 111
3. Brian Frisselle, Max Angelelli, Ford, 108
4. Scott Pruett, Memo Rojas, Lexus, 105
5. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 104
6. Burt Friselle, Mark Wilkins, Ford, 91

Das ist die Grand American Sports Car Series

In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,
werden aber getrennt gewertet.

Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.

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