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13.09.2010    Platz 3 für Timo Bernhard in Silverstone beim ILMC-Auftakt

Audi ist mit einem Podiumsergebnis in den neuen Intercontinental Le  
Mans Cup (ILMC) gestartet. Beim 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone  
(Großbritannien) belegten Timo Bernhard und Dindo Capello im Audi R15  
TDI den dritten Platz.

Ein Differenzialschaden am Schwesterauto mit den Fahrern Tom  
Kristensen und Allan McNish nach nur 15 der 170 Runden vereitelte nach  
der starken Qualifying-Leistung mit den Startplätzen eins und zwei ein  
besseres Ergebnis. McNish hatte vor 40.000 Zuschauern von der  
Pole-Position aus die Führung übernommen und sich in der Anfangsphase  
ein spektakuläres Duell mit dem späteren Sieger Anthony Davidson im  
Peugeot geliefert, ehe der R15 TDI mit der Startnummer "7" ohne  
Vortrieb auf der Strecke ausrolle. Es war der erste technisch bedingte  
Ausfall seit Beginn des R15-Projektes und der erste für das Audi Sport  
Team Joest seit mehr als vier Jahren.

Der ungewöhnliche Defekt am Differenzial, der in den nächsten Tagen  
bei Audi Sport in Ingolstadt genau untersucht wird, hatte auch  
Auswirkungen auf das Rennen von Timo Bernhard und Dindo Capello. Weil  
das Team mit nur noch einem verbliebenen Fahrzeug kein Risiko bei der  
Reifenstrategie eingehen wollte, wurden am zweiten R15 TDI beim ersten  
Tankstopp sicherheitshalber die Reifen gewechselt. Dadurch verloren  
Bernhard/Capello den Anschluss zum führenden Peugeot, der von Anfang  
an zwei Stints mit einem Reifensatz fuhr.

Unerwartet starkes Untersteuern sorgte zudem dafür, dass der Rückstand  
auf den führenden Peugeot bis zur Halbzeit auf etwas mehr als eine  
Minute anwuchs. In der zweiten Rennhälfte konnten Bernhard/Capello das  
Tempo der Spitze mitgehen und den Rückstand zeitweise sogar auf rund  
50 Sekunden reduzieren. Ein zusätzlicher Tankstopp zementierte drei  
Runden vor dem Ziel jedoch den dritten Platz des deutsch-italienischen  
Duos.


Timo Bernhard (Audi R15 TDI #8): "Das war kein einfaches Rennen. Vor  
allem im Verkehr war es eng. Da konnte man sehr viel Zeit verlieren  
oder gewinnen. Wir haben über Nacht nichts am Auto geändert. Doch die  
Streckenbedingungen haben sich so sehr verändert, dass wir mit einem  
untersteuernden Auto zu kämpfen hatten - vor allem im Verkehr. Ich  
denke, für Dindo (Capello) und mich war es das Maximum, das wir heute  
herausholen konnten. Für Audi war es ein solider Start in die ILMC.  
Und mein persönliches Resümee ist bis auf einen kleinen Dreher im  
Verkehr positiv."

Ergebnis

1. Minassian/Davidson (Peugeot) 170 Rd. in 5:11.41,835 Std.
2. Lapierre/Sarrazin (Peugeot) + 42,920 Sek.
3. Bernhard/Capello (Audi R15 TDI) + 1.46,357 Min.
4. Barazi/Hancock/Mücke (Lola-Aston Martin) - 3 Rd.
5. Prost/Jani (Lola-Rebellion) - 5 Rd.
6. Ragues/Mailleux/Ickx (Lola-Aston Martin) - 6 Rd.
7. Mansell/Mansell (Ginetta-Zytek) - 9 Rd.

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