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05.10.2015    Mit dem Porsche 919 Hybrid zum Hochgeschwindigkeitskurs nach Fuji

Am Fuße des Mount Fuji geht die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft am 11. Oktober in ihre heiße Phase: Das Sechsstundenrennen auf dem berühmten Hochgeschwindigkeitskurs in den japanischen Alpen ist bereits der sechste von acht WM-Läufen. Porsche verfolgt mit den beiden Le-Mans-Prototypen 919 Hybrid ein klares Ziel: Tabellenführung in der WM weiter ausbauen. Derzeit liegt der Stuttgarter Sportwagenhersteller mit 220 Punkten an der Spitze der Herstellerwertung, gefolgt von Audi (184) und Toyota (101). In der Fahrerwertung hat ein Audi-Trio die Nase vorn. Aber die Porsche-Piloten Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AUS) haben ihren Rückstand mit den jüngsten Siegen auf dem Nürburgring und im texanischen Austin auf zehn Punkte verkürzt. Sie haben jetzt 103 Zähler auf dem Konto. Ihre Teamkollegen Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) liegen mit 77,5 Punkten auf Platz drei.

Mit der längsten Geraden der Saison (1500 Meter), aber auch 16 teilweise sehr engen Kurven auf einer Gesamtlänge von nur 4,549 Kilometern ist der Fuji International Speedway bezüglich der Fahrzeugabstimmung extrem anspruchsvoll. 31 Rennwagen mit 86 Fahrern aus 19 Nationen sind in der WEC eingeteilt in vier Leistungsklassen. Der Porsche 919 Hybrid tritt in der Spitzenkategorie LMP1 (Le-Mans-Prototypen der Klasse 1) an und fungiert dabei auch als Entwicklungsträger für zukünftige Sportwagentechnologie. Den Antrieb übernehmen ein Downsizing-Vierzylinder-Turbobenziner mit zwei Litern Hubraum und ein Elektromotor, der von zwei Energierückgewinnungssystemen (Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie) gespeist wird. In Kombination ergibt das wegweisende und in der WEC einzigartige Antriebskonzept eine Systemleistung von rund 1000 PS. 

Für den Porsche 919 Hybrid stehen seit dem Renndebüt 2014 vier Siege zu Buche: Interlagos 2014, Doppelsiege in Le Mans und auf dem Nürburgring 2015 sowie der jüngste Erfolg beim Sechsstundenrennen in Austin, Texas (USA). Bei den 13 insgesamt mit dem Prototypen bestrittenen Rennen startete neun Mal ein 919 von der Poleposition. In der laufenden Saison hat es noch kein anderes Auto als der 919 in die erste Startreihe geschweige auf die Poleposition geschafft.

2014 waren die beiden 919 in Fuji von den Plätzen zwei und drei gestartet. Im Rennen erreichten Bernhard/Hartley/Webber trotz eines frühen Plattfußes noch Platz drei – damals der zweite Podestplatz überhaupt für den 919. Obendrein fuhr Webber in 1.27,759 Minuten die schnellste Rennrunde. Dumas/Jani/Lieb wurden Vierte. 

"Das Rennen 2014 war mein erstes in Japan und ich habe es in sehr positiver Erinnerung, besonders unseren Podestplatz, über den wir uns damals unheimlich gefreut haben," erinnert sich Timo. "Das Land gefällt mir ausgesprochen gut. Die Strecke hat einen eher rutschigen Asphalt und ist sehr facettenreich mit der langen Start-Ziel-Geraden und den engen Kurven zum Ende der Runde. Jetzt geht es in die heiße Phase der WM, und wir wollen Audi auch in der Fahrerwertung einholen."

  

TV:

Das Sechsstundenrennen startet am Sonntag, 11. Oktober, um 11:00 Uhr Ortszeit (04:00 Uhr MESZ). Der TV-Sender Eurosport überträgt das gesamte Rennen sowie die Siegerehrung live. Das Live-Bild über die kompletten sechs Stunden inklusive Zeitnahme und zusätzlichen Informationen kann auch über die kostenpflichtige FIA WEC-App empfangen werden.


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