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20.05.2007    3. Platz für Timo Bernhard in Salt Lake City

Mit dem dritten Gesamtsieg in Folge setzt Porsche seine beeindruckende
Erfolgsserie in der American Le Mans Series (ALMS) fort. Sascha
Maassen (Aachen) und Ryan Briscoe (Australien) zeigten im von Penske
Motorsports eingesetzten Porsche RS Spyder mit Startnummer 6 eine
starke kämpferische Leistung und ließen in Salt Lake City (USA) selbst
die leistungsstärkeren LMP1-Fahrzeuge deutlich hinter sich. Auf Platz
drei in der Gesamtwertung fuhren ihre Teamkollegen Timo Bernhard
(Homburg/Saar) und Romain Dumas (Frankreich).

Wegen Unregelmäßigkeiten beim Start sah es zunächst nicht nach einem
neuerlichen Porsche-Erfolg aus. Nach der ersten Kurve lagen die aus
Reihe eins gestarteten RS Spyder von Romain Dumas und Sascha Maassen
nur noch auf den Positionen fünf beziehungsweise neun. "Die Regeln der
ALMS besagen, dass man bis zum Schwenken der grünen Startflagge
maximal 50 Meilen pro Stunde fahren darf. Daran habe ich mich
gehalten. Nur die anderen Piloten außer Sascha und mir offensichtlich
nicht", zeigte sich Dumas enttäuscht. "Im weiteren Verlauf des Rennens
haben wir dann aber das Beste aus der Situation gemacht", ergänzte er.

Weil beide Penske-Porsche im Verkehr von anderen Fahrzeugen
aufgehalten wurden, entschloss sich die Teamleitung zu einem cleveren
Strategiewechsel. Maassen kam bereits in Runde sechs zum Nachtanken an
die Box und nahm das Rennen mit neuen Reifen wieder auf. Dumas
absolvierte den ersten Service bereits in Runde elf. Im Anschluss
hatten beide RS Spyder freie Bahn und drehten eine schnellste
Rennrunde nach der anderen.

Nach einer Kollision mit einem langsameren Fahrzeug, bei dem der
Heckdiffusor des RS Spyder mit Startnummer 7 beschädigt wurde, musste
Dumas zusätzlich zu einer Stop-and-Go-Strafe die Boxengasse ansteuern.
"Das Auto war in langsamen und mittelschnellen Kurven gut fahrbar, nur
in schnellen Kurven wurde das Heck durch die gestörte Aerodynamik
nervös", beschrieb Timo Bernhard das Fahrverhalten seines Autos in der
Schlussphase. Trotz der Beschädigung am Heck kämpfte sich Bernhard
Position um Position nach vorne und fuhr dabei sogar die absolut
schnellste Rennrunde. "Das war ein hart erkämpfter Sieg. Umso mehr
zählt für mich mein erster Gesamtsieg in der American Le Mans Series.
Unsere Strategie war heute perfekt", freute sich Sieger Sascha Maassen.

"Die vier Porsche RS Spyder von Penske Motorsports und Dyson Racing
liefen im Rennen ohne jegliche technischen Probleme. Durch perfekte
Teamarbeit und eine ausgeklügelte Strategie hat das Penske-Team den
dritten Gesamtsieg in Folge eingefahren. Die Plätze eins bis vier in
der LMP2-Klasse sind in Hinblick auf die Meisterschaft extrem
wertvoll", zog Technikchef Dieter Steinhauser eine positive Bilanz.

Gesamtergebnis

1. Maassen/Briscoe (D/AUS), Porsche RS Spyder (LMP2), 66 Runden
2. McNish/Capello (GB/I), Audi R10 (LMP1), 66
3. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche RS Spyder (LMP2), 66
4. Wallace/Leitzinger (GB/USA), Porsche RS Spyder (LMP2), 66
5. Dyson/Smith (USA/GB), Porsche RS Spyder (LMP2), 66
6. Pirro/Werner (I/D), Audi R10 (LMP1), 66
7. Fernandez/Diaz (MEX/MEX), Acura Lola B06 (LMP2), 61
8. Beretta/Gavin (MC/GB), Chevrolet Corvette (GT1), 61
9. O´Connell/Magnussen (USA/DK), Chevrolet Corvette (GT1), 61
10. Field/Field/Berry (USA/USA/USA), Creation CA06H (LMP1), 60

Schnellste Rennrunde
Timo Bernhard, Porsche RS Spyder, 2:21,749 Minuten

Klassensieger
LMP1: McNish/Capello (GB/I), Audi R10
LMP2: Maassen/Briscoe (D/AUS), Porsche RS Spyder
GT1: Beretta/Gavin (MC/GB), Chevrolet Corvette
GT2: Enge/Turner (CZ/GB), Ferrari 430 GT

Punktestände
Fahrer Klasse LMP2
1. Timo Bernhard, Porsche, 91; Romain Dumas, Porsche, 91
3. Sascha Maassen, Porsche, 78; Ryan Briscoe, Porsche, 78
5. David Brabham, Acura , 55; Stefan Johansson, Acura, 55

Hersteller Klasse LMP2
1. Porsche, 99
2. Acura, 73

Der 6. Lauf der American Le Mans Series wird am 7. Juli 2007 in
Lakeville (Connecticut) auf der Strecke Lime Rock Park ausgetragen.

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