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04.05.2009    Erster Podestplatz für Timo Bernhard beim 3.Lauf der Grand-Am Series

Mit dem von Penske Racing eingesetzten Porsche Riley holten Timo  
Bernhard (Homburg/Saar) und Romain Dumas (Frankreich) im dritten  
Saisonrennen der Grand-Am Series ihren ersten Podestplatz. Im New  
Jersey Motorsports Park wurden sie bei strömendem Regen Dritter.

Erstmals in dieser Saison startete Romain Dumas mit dem Porsche Riley  
von der Pole Position. Nach 33 Runden auf dem Kurs in der Nähe von  
Millville übergab er den 510 PS starken Daytona-Prototyp an Timo  
Bernhard, der nach einer Safety-Car-Phase in Führung ging. Weil sein  
linker Hinterreifen Luft verlor, musste er später an die Box und fiel  
zurück, kämpfte sich mit einer sehenswerten Aufholjagd aber wieder  
nach vorne. Die Zeit, die er mit seiner kämpferischen Leistung in  
dieser Rennphase gutgemacht hatte, verlor er dann wieder durch einen  
Dreher auf der wasserüberfluteten Piste. Vier Minuten vor dem Ende des  
Rennens sicherte er sich und Penske Racing trotzdem noch den dritten  
Platz, als er mit einem beherzten Überholmanöver an David Donohue  
(USA) im Porsche Riley von Brumos Racing vorbeiging.

"Als mir Romain das Auto übergab, war ich Erster hinter dem Safety  
Car. Das war eine perfekte Ausgangslage", sagte Timo Bernhard. "Als  
Führender bin ich so schnell gefahren, wie es bei diesen schwierigen  
Bedingungen nur ging. Viel gesehen habe ich nicht. Manchmal stand so  
viel Wasser auf der Piste, dass ich gedacht habe, es wäre besser, sie  
würden das Rennen abbrechen. Das Duell mit David kurz vor Schluss hat  
Spaß gemacht, das war ein guter Kampf." Romain Dumas brachte die über  
2:45 Stunden gehende Regenschlacht auf den Punkt, als er sagte: "Das  
Wetter war schrecklich, das Rennen wunderbar."

Der 4. Lauf der Grand-Am Series findet am 17. Mai in Laguna Seca im  
US-Bundesstaat Kalifornien statt.

Statistik: 3. von 12 Rennen der Grand-Am Series in Millville, NJ

Rennergebnis
1. Zonta/Jonsson (BRA/USA), Ford Lola (DP), 87 Runden
2. Angelelli/Frisselle (MC/USA), Ford Dallara (DP), 87
3. Bernhard/Dumas (F/D), Porsche Riley (DP), 87
4. Donohue/Law (USA/USA), Porsche Riley (DP), 87
5. Wilkins/Frisselle (USA/USA), Ford Riley (DP), 87
6. Gurney/Fogarty (USA/USA), Pontiac Riley (DP), 87
7. Gidley/Jaeger (USA/USA), Ford Dallara (DP), 86
8. Werner/Keen (D/USA), Porsche 911 GT3 Cup (GT), 86

Punktestände
Fahrer Klasse DP

1. David Donohue, Darren Law, Porsche, 88 Punkte
2. Alex Gurney, Jon Fogarty, Pontiac, 84
3. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 79
4. Brian Frisselle, Max Angelelli, Ford, 78
5. Scott Pruett, Memo Rojas, Lexus, 73
6. Joao Barbosa, JC France, Porsche, 70

Daten und Fakten

Das ist die Grand American Sports Car Series

In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,
werden aber getrennt gewertet.

Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.

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