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12.09.2016    Durch die Hitze der Nacht – die Porsche 919 Hybrid in Texas

Nur 14 Tage nach dem Sieg für den Porsche 919 Hybrid in Mexiko-Stadt startet die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Austin, Texas (USA). Dort steht am Samstag, dem 17. September, auf dem Circuit of The Americas (CoTA) der sechste von neun WM-Läufen an – für Porsche die nächste Runde in der Mission Titelverteidigung. Das anspruchsvolle Kurvenband gilt als der gelungenste der modernen Formel-1-Kurse. Es werden relativ hohe Außentemperaturen um 30 Grad Celsius erwartet. Heftige Regenfälle sind jederzeit möglich. Die Startzeit sorgt für weitere Herausforderungen: Das Sechsstundenrennen beginnt erst um 17:00 Uhr – um 19:32 Uhr geht bereits die Sonne unter. 

Titelverteidiger Porsche kommt als Führender in der Hersteller-Weltmeisterschaft nach Texas. In der laufenden Saison, dem dritten Einsatzjahr des innovativen Porsche 919 Hybrid, erzielte das Team bislang vier Siege: Silverstone, Le Mans, Nürburgring und Mexiko-Stadt. Porsche hat in fünf Rennen 201 WM-Punkte gesammelt, Audi 158 und Toyota 112. In der Fahrerweltmeisterschaft haben die diesjährigen Le-Mans-Sieger Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) ihren Vorsprung auf 41 Zähler gegenüber dem bestplatzierten Toyota-Trio ausgebaut. Mit 74,5 Punkten folgt die erste Audi-Crew auf Position drei. Das zweite Porsche-Werksfahrer-Trio – Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) – hat sich mit zwei Siegen in Folge auf den fünften Tabellenplatz verbessert. Die amtierenden Weltmeister haben derzeit 53,5 Punkte auf dem Konto.

Der in Weissach entwickelte Porsche 919 Hybrid startet in der Top-Kategorie des 31 Fahrzeuge starken Feldes – der Klasse 1 für Le-Mans-Prototypen (LMP1). Der mittlerweile zweimalige Le-Mans-Sieger bringt es auf eine Systemleistung von gut 900 PS (662 kW). Sein Verbrennungsmotor ist ein wegweisendes Downsizing-Triebwerk: Als kompakter Zweiliter-Vierzylinder treibt der aufgeladene Benziner die Hinterachse mit knapp 500 PS (368 kW) an. Zwei unterschiedliche Energierückgewinnungssysteme – Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie – speisen über eine Lithium-Ionen-Batterie einen Elektromotor, der auf Abruf die Vorderachse mit zusätzlich über 400 PS (294 kW) antreibt. 

„Der CoTA ist einer der schönsten modernen Kurse, weil er eine tolle Mischung bietet,“ sagte Timo. „Gerade der erste Sektor ist interessant. Nach der steil ansteigenden Gerade ist die erste Linkskurve blind, dann folgen fließende S-Kurven. Wenn man dort einen Fehler macht, schleppt man ihn lange mit, im ersten Sektor hängen alle Kurven irgendwie zusammen. Im Mittelsektor gibt es gute Möglichkeiten, jemanden auszubremsen, und der letzte Sektor ist sehr eng. Da muss man das Auto unbedingt richtig positionieren. Ich freue mich immer sehr auf Rennen in den USA. Ich bin ja einige Jahre für Porsche dort gefahren und hatte viele Erfolge in der ALMS. In den USA herrscht eine sehr schöne Sportwagenkultur.“

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