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06.10.2014    Der Berg ruft – Hochgeschwindigkeit auf dem Fuji Speedway

Der fünfte von acht Läufen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC findet am 12. Oktober am Fuße des Mount Fuji in Japan statt. Der traditionsreiche und im vergangenen Jahrzehnt grundlegend modernisierte Fuji Speedway ist berühmt für seine lange Gerade. Auf über 1500 Metern unter Volllast dürften die Porsche 919 Hybrid um die 300 km/h schnell werden.

Doch so begehrenswert ein geringer Luftwiderstand angesichts dieser langen Geraden auch erscheint, so hoch wäre der Preis dafür auf dem Rest der Runde. In den schnellen Kurven des mittleren Abschnitts ist hoher Abtrieb gefragt, der letzte Abschnitt ist ein enges Geschlängel. Ergo soll der Rennwagen ein Alleskönner sein. Eine schwierige Aufgabe für das Porsche Team, das die innovativsten und komplexesten Prototypen im Feld der WEC einsetzt. Zumal im ersten Jahr, wo jede Rennstrecke Neuland ist.

„Ich bin zwar noch kein Rennen gefahren in Fuji, habe die Strecke aber 2006 bei der Vorstellung des Porsche 911 Typ 997 für den japanischen Carrera Cup kennengelernt," sagt Timo. "Der Kurs war gerade frisch umgebaut, und ich war für Porsche als Instruktor dort. Wir hatten Taxifahrten angeboten, und es wollten tatsächlich alle mit mir mitfahren. Es war ein Mordsspaß, diese lange Schlange zu bedienen. Ich denke, dass uns die Streckencharakteristik von Fuji eher liegt als die von Austin. 2006 habe ich Fuji nur im Regen erlebt.“

 

Zahlen und Fakten:

- Eine Runde auf dem Fuji Speedway ist 4,563 Kilometer lang und hat 16 Kurven, zehn Rechts- und sechs Linkskurven.

- Auf der 1500 Meter langen Geraden sollten die Porsche 919 Hybrid Geschwindigkeiten um die 300 km/h erreichen. 

- Der Porsche 919 Hybrid darf laut Reglement pro Runde 3,11 Megajoule (0,86 Kilowattstunden) elektrische Energie erzeugen und einsetzen. Gleichzeitig darf er maximal 1,8 Liter Benzin pro Runde verbrauchen. Bei normalem Rennbetrieb (ohne Safety-Car-Einsatz) und einem vorgeschriebenen Tankinhalt von höchstens 68,3 Litern muss er alle 38 Runden nachtanken.

- Gemäß Simulation beträgt die Renndistanz während der sechs Stunden bis zu 248 Runden (1132 Kilometer).

- Der Mount Fuji ist ein nicht erloschener Vulkan (letzte Eruption 1707) und mit 3.776,24 Metern der höchste Berg Japans. Er gilt als heilig.

- Die Rennstrecke liegt rund 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio auf der japanischen Hauptinsel Honshu.

- Die Rennstrecke wurde 2005 sicherheitsrelevant modernisiert und war 2007 und 2008 auch wieder Austragungsort von Formel-1-Rennen.

- Das Wetter ist in den japanischen Alpen im Oktober oft unbeständig, es kann zu Starkregen kommen wie 2013, als das Rennen nicht ausgetragen werden konnte.

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