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24.11.2014    Das Porsche Team und der 919 Hybrid starten mit vollen Batterien ins Finale

Am 30. November um 13:00 Uhr Ortszeit heißt es für den Porsche 919 Hybrid Jahrgang 2014 zum letzten Mal „Ignition on, Hybrid on“. Dann startet der erste Le-Mans-Prototyp seit Porsches Rückkehr in die Topklasse der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC zum achten und letzten Lauf in São Paulo, Brasilien.

Noch einmal stehen sechs Stunden Renndauer bevor. Die bestmögliche Kombination aus Performance, Effizienz und Standfestigkeit bleibt die große Herausforderung für den technisch anspruchsvollsten Hybriden im Starterfeld. Neben der Leistung aus dem Zweiliter-Turbo-Vierzylinder-Verbrennungsmotor rekuperiert der Porsche Bremsenergie an der Vorderachse und gewinnt Strom aus der Abgasenergie – das zweite System macht ihn zum einzigen LMP1, der auch beim Beschleunigen Energie zurückgewinnt. Die Fahrertrios Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb sowie Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber müssen auch auf dem berühmten Kurs von Interlagos sechs Stunden lang Runde um Runde auf Sprintniveau kämpfen – Verschnaufpausen gibt es nicht.

Timo freut sich aufs Finale: „Ich werde erstmals in São Paulo fahren und freue mich sehr darauf – auch weil die Brasilianer ganz große Motorsport-Fans sind. Ich habe sehr viel Gutes über diesen Traditionskurs gehört. Wir haben in diesem Jahr schon mehrmals bewiesen, dass wir uns auf für uns neue Strecken gut einstellen können. Interlagos zählt zu jenen 30 Prozent der Kurse, die gegen den Uhrzeigersinn befahren werden. Die schnellen Linkskurven wirken sich auf den Körper aus, vor allem auf den Nacken, dafür werden wir im Vorfeld speziell trainieren.“

 

Zahlen und Fakten:

- Das letzte Sechsstundenrennen der FIA WEC 2014 startet am 30. November um 13:00 Uhr Ortszeit und wird bei Tageslicht zu Ende gehen.

- TV Sender Eurosport überträgt von 20:30 bis 22:00 Uhr deutscher Zeit.

- Eine Runde misst 4,309 Kilometer und hat fünf Rechts- und zehn Linkskurven. Sie ist eine Mischung aus zwei Hochgeschwindigkeitssektoren mit einer schnellen Kurvenkombination am Ende der langen Geraden und einem eng gewundenen Streckenabschnitt im Innenraum. Es gilt, einen optimalen Abstimmungskompromiss für schieren Speed einerseits und Stabilität und aerodynamische Effizienz andererseits zu finden. Die häufig unbeständige Witterung kann Fahrer und Teams vor zusätzliche Herausforderungen stellen. 

- „Interlagos“, der traditionelle Name der Rennstrecke, bedeutet „zwischen den Seen“ – und in der Tat lag der 1942 eröffnete und ursprünglich knapp acht Kilometer lange Kurs einst malerisch vor den Toren São Paulos. Längst ist die Metropole an die Leitplanken herangewuchert. 

- São Paulo ist die größte und am dichtesten besiedelte Stadt der südlichen Erdhalbkugel. Über ihre Einwohnerzahl gibt es keine präzisen Angaben. Man geht von zwölf Millionen für das Stadtgebiet und etwa 21,6 Millionen für die Metropolregion aus. 

- Der offizielle Name der Strecke lautet „Autódromo José Carlos Pace“. Der brasilianische Namensgeber gewann dort den Formel-1-Grand-Prix 1975 und starb 1977 bei einem Flugzeugunglück. 

- In den bisher sieben WM-Läufen erreichte das Porsche Team einen zweiten Platz (Bahrain/Startnummer 14) und vier dritte Plätze (Silverstone/Startnummer 20, Fuji/Startnummer 20, Shanghai/Startnummer 14, Bahrain/Startnummer 20). 

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