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06.03.2008    Saisonstart für Timo Bernhard in der American Le Mans Series, 1. Lauf

Die American Le Mans Series startet mit einem echten Klassiker in die  
neue Saison: Die 12 Stunden von Sebring am 15. März auf dem welligen  
Flugplatzkurs im Herzen Floridas sind das längste und härteste Rennen  
des Jahres und damit eine der größten Herausforderungen für Fahrer und  
Teams. "Bei diesem Rennen müssen alle an ihre Grenzen gehen", sagt  
Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Homburg/Saar). "Wer da nicht  
optimal vorbereitet ist, hat keine Chance."

Das älteste Sportwagenrennen der USA, das in diesem Jahr seine 56.  
Auflage erlebt, ist ein wichtiger Indikator für den weiteren  
Saisonverlauf. Wegen der langen Renndauer werden in Sebring mehr  
Punkte vergeben als bei den meisten anderen Rennen ? mit einem Erfolg  
kann man sich also schon zum Saisonauftakt eine gute Ausgangsposition  
im Titelrennen sichern. An großen Vorbildern fehlt es nicht: In den  
Siegerlisten des Langstreckenklassikers haben sich Rennfahrergrößen  
wie Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Hans Herrmann, Mario Andretti  
und Jacky Ickx verewigt. Mit 17 Gesamt- und 62 Klassensiegen ist  
Porsche der erfolgreichste Hersteller in der Geschichte dieses  
prestigeträchtigen Rennens.

"Unser Ziel ist es, in Sebring den Sieg in der hart umkämpften Klasse  
LMP2 einzufahren", sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. "Wir  
haben den RS Spyder in einigen Bereichen weiterentwickelt. Die  
Aerodynamik wurde verbessert, der Motor verbrauchsoptimiert. Wir gehen  
davon aus, dass wir für Sebring und die Herausforderungen dieser  
Saison bestens vorbereitet sind."

Schon 2007 war der in Weissach entwickelte und gebaute Sportprototyp  
das Maß aller Dinge in der American Le Mans Series. Seine  
beeindruckende Erfolgsbilanz: acht Gesamtsiege und elf Klassensiege.  
Damit gewann Porsche nicht nur den Fahrertitel in der Klasse LMP2  
durch Timo Bernhard und Romain Dumas (Frankreich), sondern war auch  
mit Abstand der erfolgreichste Hersteller.

Elf Rennen in den USA und Kanada stehen in dieser Saison im Kalender  
der Rennserie mit den schnellsten Sportwagen der Welt, die auch im  
vergangenen Jahr eine sehr positive Entwicklung genommen hat: Sie  
konnte nicht nur ihre weltweite TV-Präsenz ausweiten, sondern auch bei  
den Zuschauerzahlen gegen den allgemeinen Trend massive Steigerungen  
verzeichnen.

Das von Porsche werksunterstützte Team Penske Racing, in den  
vergangenen zwei Jahren jeweils Gewinner der Teamwertung, setzt erneut  
zwei RS Spyder in der Klasse LMP2 ein. Diese Klasse ist die am  
härtesten umkämpfte der American Le Mans Series. Sie weist fast  
doppelt so viele Starter auf wie die zweite Sportprototypen-Klasse  
LMP1 und bietet den Fans die spannendsten Positionskämpfe. Den RS  
Spyder mit der Startnummer 6 teilen sich Sascha Maassen (Aachen) und  
sein neuer Teamkollege Patrick Long (USA). Unterstützt werden sie in  
Sebring von Ryan Briscoe (Australien). Mit der Startnummer 7 gehen  
Timo Bernhard und Romain Dumas an den Start. Als dritter Fahrer beim  
Auftaktrennen steht den Titelverteidigern Emmanuel Collard  
(Frankreich) zur Seite.

Die "Mobil1 Twelve Hours of Sebring" auf dem 5,950 Kilometer langen  
Flugplatzkurs sind eine harte Belastungsprobe nicht nur für die Autos,  
sondern auch für die Fahrer. Durch die vielen Bodenwellen werden die  
Piloten extremen Belastungen ausgesetzt, außerdem müssen sie im  
Rennverlauf etwa 5.500 Kurven und rund 7.000 Gangwechsel bewältigen.  
Timo Bernhard sieht dieser Tortur gleichwohl gelassen entgegen. "Wir  
trainieren schließlich hart dafür, um vom ersten Rennen an topfit zu  
sein", sagt er. Porsche spendierte seinen Werksfahrern zur  
Saisonvorbereitung ein intensives Fitnesstraining auf Fuerteventura,  
das nicht nur der körperlichen, sondern auch der mentalen Stärkung  
diente. Romain Dumas jedenfalls hat kein Problem damit, die neue  
Saison mit dem längsten und härtesten Rennen des Jahres zu beginnen:  
"Da wissen wir wenigstens gleich, wo wir stehen, auch im Vergleich mit  
unserer Konkurrenz. Sebring ist ein faszinierendes Rennen und ein  
toller Saisonauftakt."

Das 12-Stunden-Rennen in Sebring startet am Samstag, 15. März 2008, um  
10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ).


American Le Mans Series  Termine 2008

15. März Sebring/Florida
05. April St. Petersburg/Florida
19. April Long Beach/Kalifornien
18. Mai Salt Lake City/Utah
12. Juli Lime Rock/Connecticut
19. Juli Mid-Ohio/Ohio
09. August Road America/Wisconsin
24. August Mosport/Kanada
30. August Detroit/Michigan
04. Oktober Road Atlanta (Petit Le Mans)/Georgia
18. Oktober Laguna Seca/Kalifornien


Daten und Fakten

Das ist die American Le Mans Series

Stuttgart. Die American Le Mans Series (ALMS) wurde 1999 ins Leben  
gerufen. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le  
Mans. In dieser Saison werden elf Rennen in den USA und Kanada  
gefahren. Die traditionellen Höhepunkte sind die 12 Stunden von  
Sebring und das 1000-Meilen-Rennen "Petit Le Mans" in Road Atlanta.  
Die meisten Rennen dauern 2:45 Stunden. Die ALMS ist das amerikanische  
Gegenstück zur in Europa beheimateten Le Mans Series (LMS).

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien:  
Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen  
eingeteilt:

Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem  
Mindestgewicht von 925 Kilogramm (in der LMS: 750 PS/900 Kilogramm).
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 475 PS und 800 Kilogramm  
Mindestgewicht (in der LMS: 475 PS/825 Kilogramm). In dieser Klasse  
startet der Porsche RS Spyder.
Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und  
einem hohen Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS:  
650 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm).
Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS  
und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS: 450  
bis 470 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche  
911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt  
gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende  
Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die  
Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in den  
Klassen LMP1 und LMP2 für Fahrer, Chassis- und Motorenhersteller,  
Teams und Reifenlieferanten vergeben, in den Klassen GT1 und GT2 für  
Fahrer, Automobilhersteller und Teams. Porsche gewann mit dem RS  
Spyder sowohl 2006 als auch 2007 die Meistertitel für Fahrer (Sascha  
Maassen/Lucas Luhr bzw. Timo Bernhard/Romain Dumas) sowie für  
Hersteller Chassis, Hersteller Motor und Team (Penske Racing).

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