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11.09.2017    Porsche LMP Team erwartet Hitzeschlacht in Texas

Nach dem Doppelsieg des Porsche LMP Teams in Mexiko-Stadt werden die Karten für den sechsten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft neu gemischt: Am 16. September wird auf dem Circuit of The Americas (COTA) in Austin im US-Bundesstaat Texas sechs Stunden lang bei voraussichtlich großer Hitze gefahren. In den Vorjahren wurde das Rennen auf dem Formel-1-Kurs von 17:00 bis 23:00 Uhr Ortszeit ausgetragen und damit zur Hälfte in der kühleren Dunkelheit. 2017 ist das Rennen auf 12:00 bis 18:00 Uhr vorverlegt. 2016 herrschten selbst um 17:00 Uhr noch Temperaturen von über 35 Grad Celsius, 2014 musste das Rennen wegen Starkregens unterbrochen werden – in Austin scheint alles möglich. 

Das Porsche LMP1 Team will in der vierten und letzten Saison des innovativen Prototyps Porsche 919 Hybrid den jeweils dritten Hersteller- und Fahrerweltmeistertitel in Folge holen. In der Hersteller-WM führt Porsche mit 198 Punkten vor Toyota 141,5. In der Fahrerwertung liegen Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) nach Siegen in Le Mans, auf dem Nürburgring und in Mexiko mit 134 Zählern an der Spitze. Ihr Polster auf das bestplatzierte Toyota-Trio beträgt 41 Punkte. Neel Jani (CH), André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) sind Tabellendritte (64 Punkte). 

Fritz Enzinger, Leiter LMP1, sagt vor dem nächsten Einsatz auf dem amerikanischen Kontinent: „Ich bin sehr stolz darauf, wie sich die Mannschaft in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte mit den Überseerennen gestürzt hat. Nachdem wir den LMP1-Rückzug zum Saisonende beschlossen hatten, hätte die Leidenschaft nachlassen können. Das ist nicht geschehen. Wir wollen die einzigartige Erfolgsgeschichte des Porsche 919 Hybrid mit zwei weiteren Weltmeistertiteln krönen.“

Das Rennen in Austin wird am Samstag ausgetragen und kann via Internet und TV weltweit verfolgt werden.

„Die Rennstrecke in Austin ist toll und immer eine Herausforderung,“ sagte Timo. „Der Kurs ist zwar einer von den ganz modernen, aber nicht langweilig. Die verschiedenen Elemente und Passagen verlangen ganz unterschiedliche Geschwindigkeiten. Vor allem der erste Sektor mit den S-Kurven ist unheimlich interessant. Eine große Neuerung ist natürlich, dass wir nicht mehr vom Tag in die Nacht fahren. Das ist schade. Ich war immer sehr gerne in der Dunkelheit unterwegs, das ist eine besondere Stimmung. Und die durch den früheren Start zu erwartende andauernde Hitze wird auch Auswirkungen auf Reifenwahl und Abstimmung haben.“

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